Pflegesachleistungen

Die Pflegesachleistung bezeichnet die Pflege des Kundens durch professionelle Pflegekräfte wie z. B. Sozialstationen, ambulante Dienste oder entsprechend qualifizierte Einzelpersonen.
Auf der Basis eines Pflegevertrages übernimmt dann die zuständige Kasse die Abrechnung der Leistungen mit dem jeweiligen Dienstleister.
Die Kosten der Pflegesachleistung nach § 36 SGB XI können von den Kassen in Abhängigkeit von der vorliegenden Pflegestufe übernommen werden:

Für Pflegebedürftige inkl.
eingeschränkter Alltagskompetenz
(§45a SGB XI)

Pflegestufe 0                                          231,- €

Pflegestufe I                 468,-  €             689,- €

Pflegestufe II             1.144,- €          1.298,- €

Pflegestufe III            1.612,- €          1.612,- €

Stand: 01.01.2015

Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI
Anspruch auf Verhinderungspflege haben all diejenigen, die seit sechs Monaten eine eingetragene Pflegepersonen haben und von dieser, bzw. einem professionellen Dienst (z.B. Pflegedienst) versorgt werden.
Der Anspruch wird gültig, wenn es zu einer Verhinderung der Pflegeperson kommt. Beispiele hierfür wären: Urlaub, Krankheit, aber auch Freizeitgestaltung.

Grundsätzlich hat man jährlich einen Anspruch auf maximal 28 Kalendertage. Es kann bei der Verhinderungspflege auch eine stundenweise Abrechnung erfolgen, zum Beispiel für einen Kino- oder Theaterbesuch.
Dann wird nur die tatsächlich angefallene Zeit in Anspruch genommen und kein ganzer Kalendertag.

Insgesamt können ab 01.01.2015 1.612,- Euro jährlich an Ersatzleistungen in Anspruch genommen werden. Ihr Anspruch steigt sogar auf 2.418,- Euro pro Jahr, wenn in dem Jahr keine Kurzzeitpflege in Anspruch genommen wird.

Zusätzliche Betreuungsleistungen nach § 45 b SGB XI
Bei Pflegebedürftigen mit eingeschränkter Alltagskompetenz, besteht die Möglichkeit zusätzlicher Betreuungsleistungen der Pflegekasse in Höhe von monatlich 104,- Euro (Grundbetrag)  bzw. 208,- Euro (erhöhter Betrag).

Der Anspruch und die Höhe des Betrages muss vom Pflegebedürftigen mit der Pflegekasse abgeklärt werden, da diese dem Pflegedienst aus Gründen des Datenschutzes keine Auskunft erteilt.

Ab dem 01. Januar 2015 erhalten alle Patienten mit einer Pflegestufe auch ohne eingeschränkte Alltagskompetenz den Grundbetrag in Höhe von 104,- Euro.

Die Betreuungsleistung kann nur von einem zugelassenen Pflegedienst oder einer Tageseinrichtung zur Entlastung von Pflegepersonen in Anspruch genommen werden. Pflegerische Tätigkeiten können darüber nicht geleistet werden, sondern z.B. Gedächtnistraining, Spaziergänge oder Beaufsichtigung. Die entstandenen Kosten werden Ihnen in Rechnung gestellt. Zur Erstattung reichen Sie die Unterlagen bei Ihrer Pflegekasse ein.

Wichtig:
Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Pflegefinanzierung sehr individuell zu sehen ist, und die Pflegegesetze Ausnahmen und Möglichkeiten bereit halten welche stets für jeden Pflegebedürftigen neu beurteilt werden müssen. Daher raten wir Ihnen bei Rückfragen rund um die Finanzierung ein persönliches Gespräch mit uns zu vereinbaren. Sie erreichen uns unter der Telefonnummer: 0 23 06 – 7 11 54, oder direkt in der Merschstr. 20 in 44534 Lünen.

Wir freuen uns auf Ihren Kontakt.